....zurück
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Schönau
Nehmen wir einmal an: Sie haben vergessen sich an zu schnallen und Ihr Auto fährt
mit 80 km/h frontal auf einen Baum zu. Der Countdown der letzten Sekunde Ihres
Lebens läuft in etwa wie folgt ab (Unfallforscher haben diese letzte Lebenssekunde
rekonstruiert)
•
1,0 Sekunden: Die Bremsen haben blockiert. Sie sind starr vor Schreck. Es gibt kein
Ausweichen mehr.
•
0,9 Sekunden: Mit weißen Knöcheln umklammern Sie das Lenkrad Ihres Fahrzeuges.
•
0,8 Sekunden: Noch knapp 30 cm bis zum Baum.
•
0,7 Sekunden: Die vordere Stoßstange und der Kühlergrill werden zermalmt.
•
0,6 Sekunden: Mit 80 km/h rast Ihr Körper nach vorn, Sie wiegen jetzt mehr als 3
Tonnen und werden mit 20-facher Schwerkraft aus dem Sitz gehoben. Ihre Beine
brechen in Höhe der Kniegelenke.
•
0,5 Sekunden: Ihr Körper löst sich aus dem Sitz, der Rumpf ist starr aufgerichtet, die
gebrochenen Kniegelenke werden gegen das Armaturenbrett gepresst. Umhüllung und
Stahlfassung des Lenkrades biegen sich unter Ihren Händen.
•
0,4 Sekunden: 60 cm des Autobugs sind total deformiert. Ihr Körper rast weiter mit 80
km/h; der Motor, fast eine halbe Tonne schwer, stößt in das Hindernis.
•
0,3 Sekunden: Ihre Hände, in Todesangst starr verkrallt, biegen das Lenkrad fast
vertikal, die Gelenke und Unterarme brechen wie Strohhalme. Durch die andauernde
Schwerkraft werden Sie von der Lenksäule durchbohrt; Stahlsplitter dringen in den
Brustkorb, reissen Löcher in die Lunge und zerfetzten die inneren Arterien. Blut dringt in
die Lungenflügel ein.
•
0,2 Sekunden: Ihre Füße werden aus den Schuhen gerissen, das Bremspedal bricht
ab, das Fahrgestell knickt in der Mitte ein. Ihr Kopf kracht gegen die
Windschutzscheibe. Sie haben nicht einmal mehr Zeit zu schreien.
•
0,1 Sekunden: Das Auto krümmt sich, die Sitze haben sich aus der Verankerung gelöst,
schnellen nach vorne und pressen Ihren Brustkorb unbarmherzig gegen die gesplitterte
Lenksäule. Blut schießt Ihnen aus dem Mund; durch den Schock bleibt Ihr Herz stehen.
•
0,0 Sekunden: Sie sind tot!
Quelle: THW Journal Bayern, I/95