© 2010 Freiwillige Feuerwehr Schönau Gemeinde Schönau Betreff: Neuwahl des Ausschusses der Freiwilligen Feuerwehr Schönau Erschienen zu der heute Nachmittags um zwei Uhr einberaumten Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Schönau 50  Mitglieder im Schulhaus zu Unterstein. Nach Erörterung von Seiten des früheren Vorstandes Ökonomen Michael  Hofreiter wurde zur Wahl geschritten. Mussten jeder einzeln seine Stimme abgeben. Es wurde gewählt mit 50  Stimmen gegen keine Stimme. Als Vorstand P. Maltan Bürgermeister. Als Stellv. Schweiger Anton. Comandant: H.  Christian Moderegger. Kassier: Graßl Michael, Bauer. Schriftführer: Georg Filchner. Zeugwart: Anton Setzauer.  Zugführer der Steiger: H. Fernsebner Michael. Zugführer der Spritzenmänner: Hölzl Joseph vom Sulzberg.  Beisteher: H. Wendl Michael. Zugführer der Ordnungsmannschaft: Brandner Joseph.  Die Annahme der Wahl bestätigen durch Unterschrift: Schönau den 15. Dez. 1889 J. Maltan Vorstand Graßl Michael Kassier Setzauer Anton Zeugwart Filchner G. Schriftführer Christian Moderegger Comandant Bereits im Jahr 1890 kam es zu Streitigkeiten und man löste die junge Feuerwehr  wieder auf. Es dauerte sieben ganze Jahre bis man sich wieder entschloss, die  Freiwillige Feuerwehr Schönau am 4. April 1897 abermals zu gründen. Aber auch diese  Gründung war nur von kurzer Dauer. Ein Jahr später, beim Feuerwehrball zerstritt man  sich wieder einmal und am 27. Mai 1898 kam es wiederum zur Auflösung der Schönauer  Wehr. Schon anfangs im Jahre 1898 stiftete Freiherr von Heyden vom Fischmichllehen über  das Bezirksamt Berchtesgaden der wieder gegründeten Schönauer Wehr eine  vierrädrige Saug- und Druckspritze, welche 1899 ausgeliefert wurde. Leider war zu  diesem Zeitpunkt die Gemeinde Schönau wieder ohne Feuerwehr und das neue  Löschgerät lagerte bis zur Neugründung im Jahre 1903 ungenutzt in einem Schuppen  im Park von Graf Arco von Zinneberg. Dieser von der Firma Justus Braun in Nürnberg  gebaute Spritzenwagen war das eigentlich erste Löschgerät der Freiwilligen Feuerwehr Schönau. Zehn  Feuerwehrmänner waren nötig, um 250 ltr. Löschwasser mit 55 Doppelhüben pro Minute zu fördern. Mit einem  Rohr erreichte man eine Wurfweite von 30 m. Bei einem Einsatz von  zwei Rohren waren es immerhin noch 23 m.  Der Kaufpreis des Spritzenwagens betrug damals 1.380.- Mark. Die Druckspritze wurde in den siebziger Jahren  von einigen Kameraden unserer Feuerwehr restauriert und kommt heute noch ab und zu bei historischen  Umzügen- und alle drei Jahre bei einer nostalgischen Löschübung im Rahmen des Feuerwehr-Sommerfestes zum  Einsatz. Nach dem ersten Weltkrieg  musste die Freiwillige  Feuerwehr Schönau wieder neu  aufgestellt werden. Viele der  einstigen Mitglieder waren leider  aus dem Krieg nicht wieder in  die Heimat zurückgekommen.  Die Neuaufstellung erfolgte am  2. März 1919. 1. Vorstand wurde  Franz Weindl, 1. Kommandant  Michael Hofreiter vom  Mooslehen und 2. Kommandant  Georg Brandner. Die Wehr  zählte damals 43 Mann.  Am 7. Juni 1925 beging die Feuerwehr Schönau ihre  Fahnenweihe. Fahnenmutter Frau Anna Weindl übergab  am Kriegerdenkmal Unterstein während einer Feierstunde  die Fahne, die den stattlichen Betrag von 1.200.- Mark  gekostet hatte. Ein Betrag, der ausschließlich durch  Spenden aufgebracht wurde.  Da die Feuerwehr Schönau anfangs kein Gerätehaus  besaß, lagerten die Feuerspritze und die für 70 Mann  angeschaffte- und 2.000.- teure Ausrüstung im bereits  schon erwähnten Schuppen  von Graf Arco von  Zinneberg. Auch das erste, im Jahre 1912  erbaute Feuer-   wehrhaus wurde schnell zu klein und die ständige Feuchtigkeit schadete der Schutzkleidung und der Ausrüstung.  Die Gemeinde Schönau entschloss sich das alte Gerätehaus abzureissen um ein größeres und moderneres zu  bauen. Der Abriss erfolgte am 29. April 1960.  Am 19. Januar 1960 beschloss der Gemeinderat Schönau endgültig  den Bau des neuen Feuerwehrhauses. Nach einer Bauzeit von nur  sieben Monaten wurde am 3. Dezember 1960 das neue Gerätehaus  der Freiwilligen Feuerwehr Schönau eingeweiht und seiner  Bestimmung übergeben. Die Kosten lagen damals bei 80.000.- DM.  Abzüglich sämtlicher Zuschüsse mussten von der Gemeinde 63.500.-  DM finanziert werden.  Ende 1988 begann man mit dem dritten Gerätehausbau in der  Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schönau. Nach knapp  zweijähriger Bauzeit war das Werk vollbracht und der Feuerwehr  steht nun ein großes und modernes Feuerwehrhaus zur Verfügung  Die Gesamtkosten einschließlich des Grunderwerbs beliefen sich auf  2.691.442,31 DM. Diese Kurzchronik stellt nur einen kleinen Teil der  Schönauer Wehrgeschichte dar. Wer mehr darüber erfahren möchte,  den verweisen wir auf unsere Festschrift, die anlässlich unseres 100 jährigen Jubiläums erschienen ist.  Fahnenweihe am 07. Juni 1925 Die Gründungsmitglieder von 1903 Initiator und Gründer von 1903. Oberlehrer Georg Ortner aus Unterstein Die erste Fahnenmutter Anna Weindl geb. Dunst Einsatz des alten Spritzenwagens bei einer historischen Vorführung Erstes- im Jahre 1912 erbautes Feuerwehrhaus der Schönauer Wehr Abriss des alten Feuerwehrhauses am 29. April 1960 Einweihung des zweiten Gerätehauses am 03. Dezember 1960 Rohbau des neuen Feuerwehrhauses 1989 Das neue Gerätehaus Möge die Freiwillige Feuerwehr  Schönau auch in Zukunft dem  Wahlspruch der einstigen Gründer  gerecht werden....  Unterlagen und Bilder: Gemeindearchiv, Bilderarchiv FF Schönau Zusammenstellung: Michael Hinterbrandner, FF Schönau ....nach oben